Die Familienpflege
heißt jetzt:
Familienpflege bedeutet, gemeinsam stark sein. Unterstützung annehmen und erkennen, dass niemand alles allein schaffen muss – das ist nicht immer leicht. Doch wenn alle zusammen arbeiten, entsteht ein echtes Geben und Nehmen:
- Eltern gehen als Vorbild voran, zeigen Stärke und machen deutlich, wie wichtig es ist, Unterstützung zuzulassen.
- Mitarbeiter*innen der Familienpflege erleben, wie wertvoll und wirksam ihre Arbeit für die Familien ist.
- Kinder können in ihrem gewohnten Zuhause bleiben und Teil des Ganzen sein.

Familienpflege – was ist das?
Unsere qualifizierten Mitarbeiter*innen unterstützen Familien professionell beim Aufrechterhalten des Alltags und des Familienlebens, wenn die Mutter oder der Vater wegen Krankheit, Reha oder Überlastung ausfällt.
Wir kommen in jede Familie, die uns braucht, unabhängig von kultureller Herkunft, religiöser Zugehörigkeit oder Lebensform.
Unsere Mitarbeiter*innen übernehmen folgende Aufgaben:
- Sie unterstützen die Mutter/den Vater bei allen Aufgaben, die im Haushalt anfallen, wie Einkaufen, Kochen, Wäschewaschen, Bügeln.
- Sie betreuen und versorgen die Kinder während ihrer Abwesenheit oder zu ihrer Entlastung.
- Sie helfen bei den Hausaufgaben, begleiten zur Schule oder in den Kindergarten.
- Sie unterstützen bei der Säuglingspflege.
- Sie begleiten in Krisensituationen.
Damit niemand in der Familie alleine ist.

Wann kommt Familienpflege in Frage?
Die Familienpflege kommt, wenn
- sie ärztlich verordnet ist
- sie förmlich beantragt wird (§ 38 SGB V)
- sie von der Krankenkasse, dem Jugend- oder Sozialamt oder einem anderen Kostenträger (z.B. Rentenversicherung) bewilligt wird
- Sie die Familienpflege als Selbstzahler in Anspruch nehmen möchten
- Sie Leistungen der Pflegekasse in Anspruch nehmen möchten
Wenn Kinder
- unter 12 Jahre sind
- unter 18 Jahre sind und Pflegegrad 1–5 haben
Wenn Vater oder Mutter
- körperlich oder seelisch belastet sind
- krank sind oder vor einer Operation oder Behandlung stehen
- ein Kur- oder Reha-Aufenthalt bevorsteht
- im Krankenhaus sind
- eine Risikoschwangerschaft besteht
- Mehrlinge erwarten
- nach der Entbindung Unterstützung im Haushalt benötigen
- eine Entbindung durch Kaiserschnitt hatten
- niemanden haben, der den Haushalt weiterführt
- andere Problemsituationen zu bewältigen haben
Wer finanziert Familienpflege?
Je nachdem, aus welchem Grund eine Familienpflege notwendig ist, können die Kosten von der Krankenkasse oder von anderen Kostenträgern übernommen werden.
Wir beraten und unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung.

Wie kann unsere Familienpflege unterstützen?
Ganz praktisch z.B. bei der Kinderbetreuung – wie Hausaufgaben machen, ins Bett bringen, Essen zubereiten. Wir machen das, was sonst die Eltern tun würden und sind vor allem für die Kinder da.
Bei Bedarf unterstützt Paul&Paula
- in der Gestaltung der Tagesstruktur
- durch Begleitung zu Ämtern und Ärzten
- bei der Beratung zu gesundheitsbewusster Ernährung & Hygiene
- mit praktischer Anleitung und Begleitung in Erziehungsfragen – auch für Mütter mit Neugeborenen im Rahmen der Frühen Hilfe
- durch HaushaltsOrganisationsTrainings (HOT)
- durch professionelles Babysitting ab 3 Stunden (auf Anfrage)
- durch regelmäßige Beratungsbesuche nach §37.3 oder Schulungen bei Kindern mit Pflegegrad
In unserem Team sind staatlich anerkannte Fachkräfte mit pädagogischer, pflegerischer und hauswirtschaftlicher Qualifikation. Wenn Sie Unterstützung benötigen, rufen Sie uns an. Wir besprechen mit Ihnen genau, wie wir Ihnen helfen können und planen gemeinsam den Einsatz.